Warum Stress dich nachts wachhält
- neledietrich
- vor 2 Tagen
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Kennst du das? Du bist müde, gehst ins Bett – und plötzlich ist dein Kopf hellwach. Die To-Do-Liste des nächsten Tages spult sich ab, Gespräche werden im Kopf nochmal durchgespielt, und der Körper fühlt sich angespannt an.
Du versuchst, dich zu entspannen. Aber je mehr du es versuchst, desto wacher wirst du.
Das ist kein Zufall. Das ist Cortisol. Cortisol: Das Stresshormon, das dich wach hält
Cortisol wird in stressigen Situationen ausgeschüttet – evolutionär gesehen ein Überlebensmechanismus. Es macht uns wach, aufmerksam und reaktionsbereit. Perfekt, wenn wir vor einem Säbelzahntiger fliehen müssen.
Weniger perfekt, wenn wir um 23 Uhr im Bett liegen und an die Präsentation von morgen, den Konflikt mit der Kollegin oder die unbezahlte Rechnung denken.
Das Problem: Dein Körper unterscheidet nicht zwischen echter Gefahr und gedanklichem Stress. Für ihn fühlt sich beides gleich an.
Der Teufelskreis: Stress raubt dir den Schlaf – schlechter Schlaf macht dich gestresster
Chronischer Stress führt zu dauerhaft erhöhtem Cortisol. Und genau hier beginnt der Teufelskreis: Cortisol blockiert die Produktion von Melatonin – dem Schlafhormon, das dir signalisiert: "Jetzt ist Zeit zum Schlafen." Gleichzeitig hält es das sympathische Nervensystem aktiv. Dein Körper bleibt im "Kampf-oder-Flucht"-Modus – auch wenn objektiv keine Gefahr besteht.
Die Folge:
Du kannst nicht einschlafen, obwohl du todmüde bist
Du wachst nachts auf und kannst nicht wieder einschlafe
Am nächsten Tag bist du noch gestresster – weil du nicht geschlafen hast
Der Cortisolspiegel bleibt hoch – und der Kreislauf beginnt von vorn




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